Die Europäische Union, in der wir heute leben, ist das Ergebnis einer langen Geschichte, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihren Anfang nahm. Dieser friedliche und florierende Raum hätte ohne die Tatkraft und Hingabe der „Gründerväter“ der Europäischen Union nicht ins Leben gerufen werden können. Diese politischen Visionäre mit unterschiedlichem Hintergrund haben sich von einem gemeinsamen Ideal motivieren lassen: ein geeintes Europa. Zu diesen Visionären zählt Robert Schuman, dessen Erklärung vom 9. Mai 1950 als Gründungsakt erachtet wird.

EGKS

Die erste Form dieses vereinten europäischen Raums war die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Die sechs Gründerstaaten dieser Gemeinschaft waren Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Ihr Ziel bestand darin, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken, um die Entstehung eines neuen Konflikts zu verhindern.

28 Mitgliedstaaten

Seitdem hat sich die Europäische Union stark verändert. Angefangen bei den Römischen Verträgen über den Vertrag von Amsterdam, den Vertrag von Nizza und die Einheitliche Europäische Akte bis hin zum Vertrag von Lissabon – die Union ist heute viel mehr als eine reine Wirtschaftspartnerschaft. Mit ihren 28 Mitgliedstaaten ist sie in verschiedenen Bereichen tätig – von der Entwicklungshilfe bis hin zur Umwelt. 

Der Europatag soll also an den geschichtlichen Kontext, in dem die Union gegründet wurde, an die erzielten Fortschritte, die Schwierigkeiten, die überwunden werden mussten, sowie an das ursprüngliche Ziel des europäischen Projekts erinnern.

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